Für Opfer von Gewalttaten und deren Angehörige will das Brandenburger Gesundheitsministerium ein flächendeckendes Angebot von Traumaambulanzen schaffen.
Nach dem Abschluss der ersten Verträge könnten sich Betroffene ab Montag an die Ambulanzen in Potsdam und fünf Landkreisen wenden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Ein Anspruch auf Behandlung bestehe, wenn infolge eines traumatisierenden Ereignisses eine akute psychische Belastung bestehe. Für eine ortsnahe Versorgung stehen Fachkliniken, Krankenhäuser und Psychotherapeuten in Praxen bereit.

Für Erwachsene und Kinder

„Traumaambulanzen sind Erste-Hilfe-Stellen für die Seele, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). „Wer Gewalt erleben musste, einen Überfall, sexuellen Missbrauch oder häusliche Gewalt, braucht Hilfe ohne Wartezeit.“ Daher wolle das Ministerium mit den Ambulanzen ein Auffangnetz aufbauen, das landesweit schnell und unbürokratisch Hilfe anbiete.