Laut dem am Dienstag verabschiedeten Nachtragshaushalt für 2020 und den Eckpunkten für 2021 werden in diesem Jahr 10 Millionen Euro für Planungen von Straßen und Schienenanbindungen bereitgestellt und im kommenden Jahr noch einmal 90 Millionen. Der von SPD, CDU und Grünen beschlossene Fonds für Sonderinvestitionen umfasst eine Milliarde Euro, die bis 2030 ausgegeben werden sollen.
Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) hatte in der letzten Sitzung des Infrastrukturausschusses erklärt, dass gegenwärtig die Elektrifizierung eines Gleisanschlusses zum Werksgelände von Tesla geprüft wird. Außerdem geht es um die Verlängerung des Bahnhofes Fangschleuse beziehungsweise um eine Verlagerung in Richtung künftiger Autofabrik.
Geprüft wird das Netz an Buslinien und eine eventuelle Verlängerung der S-Bahn über Erkner hinaus Richtung Grünheide. Geplant ist die Erweiterung der Anschlussstelle der A10 Freienbrink und der Bau einer zweiten Anschlussstelle von der Autobahn inklusive Verbindungsstraße zum Logistikbereich. Parallel zur Bahnstrecke soll eine neue Verbindung zwischen Autobahn und L23 entstehen. Außerdem ist eine niveaufreie Querung der Bahnlinie vorgesehen. Die Landesstraße L38 soll südlich des Tesla-Geländes vierstreifig ausgebaut werden.
Die aktuelle Finanzplanung der Landesregierung sieht für 2021 Ausgaben in Höhe von 143 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsfonds vor, ein Jahr darauf 176 Millionen. Neben den Ausgaben für die Region Grünheide sind bis 2022 rund 30 Millionen Euro für neue Studentenwohnheime in Potsdam-Golm, 50 Millionen für die Sanierung bestehender Wohnheime und 52 Millionen zur Sanierung kommunaler Brücken und Radwege vorgesehen.