Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hat nach Informationen von moz.de am Nachmittag einen neuerlichen Rodungsstopp für die Tesla-Gigafactory in Grünheide verfügt. Damit wird die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs von Naturschützern gegen die Rodungsgenehmigung zunächst wiederhergestelllt, die das Landesumweltamt für eine Fläche von 82,8 Hektar erteilt hatte. Die Zwischenverfügung des OVG soll bis zu einer abschließenden Entscheidung gelten. Diese Entscheidung wird am Donnerstag nicht mehr erwartet.
Der Naturschutzbund Deutschland und die Grüne Liga Brandenburg hatten das OVG am Mittag eingeschaltet und dort Beschwerde gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Oder) eingereicht. Das Frankfurter Gericht hatte am Vormittag den Eilantrag der Naturschützer gegen die vorzeitige Rodungsgenehmigung abgelehnt. Damit war ein am Montagabend vom selben Verwaltungsgericht verhängter Rodungsstopp zunächst außer Kraft gesetzt worden.

Verwaltungsgericht gibt Landesumweltamt Rückendeckung

Die Frankfurter Juristen waren zu der Auffassung gelangt, dass das Landesumweltamt rechtmäßig gehandelt habe, als es am 30. November den vorzeitigen Beginn der Fällarbeiten genehmigt hatte. Die Naturschützer kritisierten mehrere Punkte an dem Beschluss des Verwaltungsgerichts. Unter anderem seien die von ihnen vorgetragenen Argumente zum Schutz von Schlingnattern und Zauneidechsen nicht richtig gewürdigt worden, sagte der Landesgeschäftsführer der Grünen Liga, Michael Ganschow. Auch müsste seiner Auffassung nach der Bau einer Abwasser-Druckleitung, der Teil der vorläufigen Genehmigung war, in einem anderen Verfahren genehmigt werden.
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