Auf einer Landesmitgliederversammlung am Wochenende in Cottbus wurde ein Positionspapier mit scharf formulierten Passagen zu der geplanten Investition komplett verändert. Ursprünglich hieß es, dass sich die Grüne Jugend von derzeitigen Stand der E-Mobilität im Individualverkehr distanziert und den neoliberalen Automobilhersteller Tesla kritisch betrachte.
"Die geplante Fabrik sei kein adäquates Konzept zur Begegnung der Klimakrise, sondern ein Projekt mit dem Potential, die klimapolitische Lage in Brandenburg zu verschlimmern", hieß es in ursprünglichen Text. Davon ist in der angenommenen Fassung keine Rede mehr. Statt dessen soll das Vorhaben kritisch begleitet werden. Die Landesregierung wird aufgefordert, sich für Tariflöhne im künftigen Werk einzusetzen und durch die Verlängerung der S-Bahn von Erkner bis zum künftigen Tesla-Werk in Grünheide die an- und Abreise der Beschäftigten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.
Es wird ausdrücklich begrüßt, dass es eine lebhafte Diskussion zur Ansiedlung von Tesla gibt und die Umweltverbände die Möglichkeit haben "Fragestellungen gerichtlich klären" zu lassen. Gerrit Alino Prange, Sprecher der Grünen Jugend, erklärte im Anschluss, dass die grüne Landtagsabgeordnete Ricarda Budke mit ihren Reden auf der Mitgliederversammlung einen maßgeblichen Anteil an der Neufassung des Testes hatte.