Die Landtagsfraktion der Linken hatte zum Krisengespräch mit lokalen Akteuren geladen. Man sehe die Ansiedlung positiv, stellte Linken-Fraktionschef Sebastian Walter klar. Aber es gebe Risiken für Mensch und Natur, die minimiert werden müssten. Die Landesregierung und Tesla hätten nach wie vor weder eine Kommunikationsstrategie noch ein Konzept für die Entwicklung  der Infrastruktur. Wenn ab Juli 2021 die Produktion anlaufe, drohe ein Verkehrskollaps, der sich mit der zweiten Ausbaustufe des Werks verschärfen werde.
Zwar habe das Land 234 Millionen Euro für die Kommunen im Tesla-Umfeld bereitgestellt. Aber es sei unklar, wie dieses Geld ausgegeben werden soll, ergänzte der Linken-Abgeordnete Christian Görke, bis zum vergangenen Herbst Landes-Finanzminister. "Geld bereitstellen ohne Plan, das hätte ich nicht genehmigt." Das Land müsse sofort mit Planungsinvestitionen beginnen – für Busse, Bahnhöfe, Zugverbindungen, Radwege und Landesstraßen. Notwendig sei dabei eine eine gute Abstimmung mit dem Land Berlin, forderte Görke.