Zugelassen sind laut Information des Landesamtes unter anderem Gründungs- und Fundamentarbeiten oberhalb des Grundwasserleiters, Erdarbeiten, Rohbaumaßnahmen und die Errichtung der privaten Verkehrsflächen auf dem Gelände. Dabei geht es um Parkplätze für Angestellte und um die Straßen auf dem Gelände. Tesla darf damit weitgehend den Rohbau für die Fabrik bauen  - das heißt unter anderem Fundamente, Keller, Mauerwerk, Außenwände und Dächer für den eingeschossigen Fabrikbau dürfen errichtet werden.

Ausnahmen für Pfahlgründungen

Ausgenommen von der Genehmigung sind allerdings die geplanten Pfahlgründungen. Die Fundamente für die Fabrik sollen zum Teil auf Pfählen gegründet werden. Tesla hatte dafür die Anfang des Jahres veröffentlichten Baupläne nachträglich geändert. Für zwei Gebäude -  Gießerei und Presswerk – sind diese Pfahlfundamente vorgesehen. Diese Pfahlgründungen sind umstritten.
Die Grünheider Bürgerinitiative gegen die Gigafactory und Umweltschützer haben sich dagegen ausgesprochen, weil das Areal zu großen Teilen in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt. Wie das Landesamt für Umwelt mitteilte, sind „alle baulichen Anlagen oberhalb der geplanten Pfahlgründungen sowie Bauteile und Leitungen unterhalb des Grundwasserleiters nicht in der Zulassung enthalten.“ Das heißt, die Pfähle dürfen nach derzeitigem Stand nicht in den Boden gerammt werden. Tesla muss für die Zulassung der Fundament- und Rohbauarbeiten Auflagen zum Gewässerschutz und zur Vermeidung von Staub und Lärm einhalten. 

Rodung als Voraussetzung für Baumaßnahmen

Tesla darf auch nur auf den Flächen bauen, wo bereits gerodet wurde. Auf 90 Hektar ist bereits Wald gefällt worden. Das Unternehmen hat eine weitere Rodung geplant. Insgesamt sollen 194 Hektar Wald weichen.
Tesla baut in Grünheide eine Fabrik für bis zu 500 0000 Autos im Jahr. Der Produktionsbeginn ist für Juli 2021 geplant. Derzeit liegen die geänderten Unterlagen für die umweltschutzrechtliche Genehmigung öffentlich aus.  Bis 4. August sind sie einsehbar und bis Anfang September können Einwände vorgebracht werden.
In einem Jahr - ab Juli 2021 - will Tesla in Grünheide mit der Produktion starten und möglichst bald 500.000 Fahrzeuge pro Jahr herstellen. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung für die Fabrik durch das Land Brandenburg steht noch aus, deshalb unternimmt Tesla jetzige Arbeiten auf eigenes Risiko und beantragt vorzeitige Genehmigungen. 

Mehr als 370 Einwände gegen Gigafactory

Bisher gingen mehr als 370 Einwände gegen das Projekt beim Land ein. Tesla reichte vor einigen Tagen einen aktualisierten Antrag auf Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beim Land Brandenburg ein. Deshalb können Bürger noch bis zum 3. September neue Einwände erheben. Für den 23. September ist in Erkner eine öffentliche Anhörung geplant. (mit dpa)