Erarbeitet wurde es von einer Steuerungsgruppe aus Vertretern betroffener Kommunen und des Kreises. Es bildet eine Arbeitsgrundlage für Gemeinden und für die Zusammenarbeit mit dem Land. "Die Ansiedlung der Tesla-Gigafactory ist eine Riesenchance für Ostbrandenburg. Eine Riesenchance bedeutet aber auch eine Riesenherausforderung, wie das anspruchsvolle Genehmigungsverfahren zeigt", sagte Landrat Rolf Lindemann bei der Vorstellung der 76-seitigen Studie. Deren Verfasser gehen davon aus, dass im Juli 2021 die ersten Autos vom Band rollen. Rund 12.000 Mitarbeiter soll die Fabrik beschäftigen, wenn sie ihre volle Auslastung erreicht.
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Wohnen, Infrastruktur, Verkehr

Der geschätzte Zuzug von 10.000 Menschen  in den nächsten Jahren ist ein Vielfaches von dem, was der Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg an Zuwachs vorsieht. Die Steuerungsgruppe fordert deshalb Änderungen im Plan. Signale dafür seitens des Landes gebe es bereits, heißt es. Mit Tesla gebe es Gespräche über Werkswohnungen, sagte Lindemann. Neben dem Bau von Wohnungen und sozialer Infrastruktur legt das Papier einen Schwerpunkt auf das Verkehrsnetz. Bereits jetzt stoße die Verkehrsinfrastruktur an Grenzen. In Erkner liege das tägliche Verkehrsaufkommen in der Innenstadt mit rund 17 000 Fahrzeugen ähnlich hoch wie auf der A19 bei Wittstock-Dosse. Die Verkehrswege  sollen auf Straße, Schiene und für  Fahrräder ausgebaut werden. All das soll zügig geschehen.  Umsetzungszeiträume von zehn Jahren und mehr zeigten der Bevölkerung keine Perspektiven und führten zu Frustration und unnötigen Konflikten. Der Lebensstandard in der Region dürfe sich mit der Ansiedlung für die Menschen nicht verschlechtern, betonen die Autoren.
Lesen Sie hier den Kommentar von Ina Matthes: Plötzlich Boomregion