Der Bau der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin kommt sichtbar voran. Eine erste bleibende Fassade an der Antriebsfertigung - nach Tesla-Angaben das Herzstück der Fabrik - ist bereits errichtet, die Pfähle für das Presswerk sind im Boden, die Ausmaße der geplanten Lackiererei und der Montagehalle mit Eingangsbereich werden deutlich.
Bei einer von einem Tesla-Team geführten Informationsfahrt über das 300 Hektar große Gelände erläuterte ein Sprecher den Stand der Bauvorhaben.

Sand lagert im Tagebau Jänschwalde

Etwa 250.000 Kubikmeter Sand wurden auf dem Gelände abgebaggert. Ein großer Teil davon wurde im Lausitzer Tagebau Jänschwalde zwischengelagert. Er soll später als Rekultivierungsmaterial für die Nutzung von Tagebaufolgelandschaften verwendet werden, erläuterte Thoralf Schirmer, Sprecher des Energieunternehmens Leag.
Ab Sommer 2021 sollen bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr in Grünheide (Oder-Spree) produziert werden, dafür sind etwa 12.000 Arbeitsplätze geplant. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung vom Land Brandenburg steht noch aus. Tesla baut bereits auf eigenes Risiko über vorzeitige Genehmigungen. Das Brandenburger Landesumweltamt gab zuletzt grünes Licht für das Fundament und den Rohbau mit einem vorzeitigen Beginn.

Versorgung mit Trinkwasser als Kritikpunkt

Kritiker sehen unter anderem die öffentliche Versorgung mit Trinkwasser wegen der Ansiedlung in Gefahr, kritisieren aber auch die Rodung und den Umgang mit Tieren auf dem Gelände. Das Unternehmen will den Wasserverbrauch inzwischen senken. Tesla braucht nach eigenen Angaben 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. „Das Wasser ist da, es muss nur hierher“, sagte der Unternehmenssprecher. Das sei technisch lösbar.
Kritiker sehen unter anderem die öffentliche Versorgung mit Trinkwasser wegen der Ansiedlung in Gefahr, kritisieren aber auch die Rodung und den Umgang mit Tieren auf dem Gelände. Das Unternehmen will den Wasserverbrauch inzwischen senken. Tesla braucht nach eigenen Angaben 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. „Das Wasser ist da, es muss nur hierher“, sagte der Unternehmenssprecher. Das sei technisch lösbar.
Über die zahlreichen Einwendungen der Bürger zum geplanten Bau der „Gigafactory“ soll am 23. September bei einem öffentlichen Erörterungstermin in der Stadthalle von Erkner (Oder-Spree) gesprochen werden. „Wir sind sehr froh, dass es diesen Termin gibt. Einfach, weil es uns die Möglichkeit gibt, sehr faktenbasiert auf die Einwände zu antworten (…) und diese Bedenken den Leuten auch zu nehmen“, sagte der Tesla-Sprecher.
Als größte Herausforderung sieht der US-Elektroautobauer die rasche Gewinnung von Arbeitskräften. Tesla sei da aber zuversichtlich, sagte der Sprecher. Das Unternehmen biete gut bezahlte Arbeit und habe gute Entlohnungssysteme. Der Bedarf an Mitarbeitern werde mitwachsen, doch erst müsse der Markt da sein und die Autos verkauft werden.