Rammgeräusche waren am Donnerstagmorgen in Erkner zu hören, wie Bewohner der Stadt berichteten. Die ersten Pfahltreibungen haben nach Auskunft des Unternehmens begonnen. Insgesamt bis zu 550 Pfähle aus Spezialbeton sollen das Presswerk im Untergrund verankern.
Tesla hatte für diese Arbeiten eine vorläufige Genehmigung erhalten. Das hatte das Landesamt für Umwelt am Montag mitgeteilt. Bei den Arbeiten seien umfangreiche Auflagen einzuhalten, hieß es. Die beim Rammen entstehenden Erschütterungen dürften Straßen und Schienenwege im Umfeld der Baustelle nicht gefährden. Tesla müsse ein Konzept für die Betankung der Rammgeräte vorlegen, das sichere, dass keine wassergefährdenden Stoffe in das Grundwasser gelangen. Während der Arbeiten finden nach Auskunft der Landesbehörde umfangreiche Messungen statt, um die Einhaltung des Lärmschutzes zu gewährleisten.
Tesla baut bei Grünheide eine Fabrik, in der ab Juli kommenden Jahres bis zu 500.000 Elektroautos im Jahr produziert werden sollen. Derzeit laufen die Arbeiten für den Rohbau. Da die endgültige Genehmigung für den Bau noch aussteht, errichtet der Autobauer die Fabrik auf eigenes Risiko.
Der Bau der Gigafactory und die damit verbundenen Anforderungen an die Infrastruktur waren am Donnerstag Thema im Infrastrukturausschuss. Erstmals äußerte sich dabei  ein Vertreter des US-Autobauers vor einem Landtagsausschuss. Die Entwicklung einer leistungsfähigen Infrastruktur mit einen Mehrwert für die ganze Region sei für Tesla von zentraler Bedeutung, sagte er. Bei der Lösung der Infrastrukturprobleme wolle Tesla mit Behörden und Kommunen eng zusammenarbeiten.  Der Tesla-Vertreter beantwortete vor dem Ausschuss keine Fragen. Tesla bot dafür aber  ein gesondertes Gespräch mit allen interessierten Abgeordneten an. Tesla will in seiner Gigafactory ab Juli 2021 produzieren.
Tesla-Chef Elon Musk hatte sich am Donnerstag bei Land und der Gemeinde Grünheide bedankt. „Dankeschön Brandenburg & Grünheide!“ twitterte er.
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