Der Schatz wurde um das Jahr 1000 vergraben, vermutet Grabungsleiter Felix Biermann. Zusammen mit dem Archäologischen Landesamt stellte er den Fund am Donnerstag vor. Der Schatz enthält zudem zerhackte Schmuckstücke. Diese wurden rein nach ihrem Silberwert als Zahlungsmittel verwendet, erklärt Biermann. Insgesamt entspreche der Schatz dem Wert eines Mittelklassewagens, schätzt der Archäologe.
Der Fund steht nicht in Verbindung mit den unweit ebenfalls aufgefundenen Fürstengräbern. In einem der Gräber wurde unter anderem ein Krieger entdeckt, der bei seinem Tode etwa 14 Jahre alt gewesen sei, vermuten die Forscher. Wertvolle Grabbeigaben lassen darauf schließen, dass er zu einer einst dort ansässigen Herrscherfamilie gehörte. So ist der Stolper Turm unweit des Fundortes Rest einer Burganlage, die sich im Mittelalter dort befunden hatte.