Der Landtag hatte Ende vergangenen Jahres beschlossen, dass die Grundschullehrer, die zu DDR-Zeiten eine Fachhochschulausbildung absolviert haben, zum August 2020 in die Besoldungsgruppe A13 befördert werden sollen, die für alle anderen Lehrer auch gilt.
Protest gegen Beurteilungen
Günther Fuchs, Landeschef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), forderte gegenüber dieser Zeitung, dass dieser Akt so unkompliziert wie möglich vonstatten gehen müsse. Er protestiert dagegen, dass für die Lehrer, die seit 30 Jahren vor den Klassen stehen, noch einmal aufwendige Beurteilungen geschrieben werden sollen. Sie hätten ihre Befähigung längst unter Beweis gestellt. Es sei eine Frage des Respekts vor diesen Kollegen und ihren ostdeutschen Biografien, auf solche Formalien zu verzichten, sagte Fuchs. Außerdem sei der geforderte Aufwand für die betroffenen Schulleitungen nicht zu leisten, so der Gewerkschafter. Er kündigte den Widerstand der GEW gegen den seiner Meinung nach nicht gerechtfertigten Aufwand an.
Das Bildungsministerium verwies am Montag darauf, dass laut Landesbeamtengesetz und Schullaufbahnverordnung vor jeder Beförderung eine dienstliche Beurteilung zu erstellen sei. Die staatlichen Schulleitungen würden im Frühjahr 2020 die Schulleiter auffordern, die Beurteilungen für die betroffenen Lehrer zu verfassen. Das Ministerium betont, dass in der entsprechenden Vereinbarung mit den Gewerkschaften und Verbänden vom 21. November 2017 Einigkeit über das gewählte Verfahren bestanden habe.