In Brandenburg ist die Zahl der Corona-Infektionen von Donnerstag zu Freitag um 42 gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Mai dieses Jahres. Zu Beginn der Woche lag die Zahl der Neuinfizierten vorübergehend bei null, vor einer Woche waren es 19 Fälle. In Berlin hatten sich im 24-Stundenvergleich 238 Personen neu infiziert, deutschlandweit belief sich die Zahl auf 2153.

Gesundheitsministerin warnt Abstand zu halten

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) warnte am Freitag vor einer steigenden Infektionsgefahr im ganzen Land. Sie sprach von einem „Alarmsignal“ und rief zu strikter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln auf.
Die Neuinfektionen wurden bis auf die Uckermark, Ostprignitz-Ruppin und Spree-Neiße in allen Kreisen und kreisfreien Städten registriert. Mit neun Fälle lag Potsdam-Mittelmark an der Spitze der Bewegung, gefolgt von Dahme-Spreewald, wo acht Personen positiv getestet wurden.  Insgesamt 224 Brandenburger sind aktuell an Covid-19 erkrankt, 34 mehr als am Vortag. Sechs Personen werden zurzeit stationär behandelt.

Corona-Verdacht bei CDU-Abgeordneten

Für Aufregung sorgte am Freitag in der CDU-Fraktion im Landtag ein Verdachtsfall. Der Abgeordnete Julian Brüning ließ sich nach entsprechenden Symptomen auf das Virus testen. Vier weitere Abgeordnete nahmen nicht an der laufenden Plenardebatte teil. Das Testergebnis fiel am Abend jedoch negativ aus.
Das Verwaltungsgericht Potsdam teilte am Freitag mit, dass eine Klage von 23 AfD-Abgeordneten gegen eine Maskenpflicht im Landtag abgewiesen wurde. Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) hatte dies am Dienstag angeordnet, nachdem Mitte September die Infektion eines AfD-Mitarbeiters bekannt geworden war. Die Richter betonten, dass die Abgeordneten durch das Tragen einer Maske nicht an der Ausübung ihres freien Mandates gehindert werden. Außerdem sei das falsche Gericht für die verfassungsrechtlichen Fragen gewählt worden. Die AfD teilte mit, dass sie die Klage vor das Oberverwaltungsgericht bringen wolle.

Oberschule Schönefeld wegen Corona geschlossen

Die Oberschule am Airport Schönefeld schloss zunächst bis einschließlich Montag, weil ein Schüler der zehnten Klasse mit dem Coronavirus infiziert ist, wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilte. 43 Mitschüler und zwölf Lehrer seien vorsorglich in Quarantäne geschickt worden. Der Unterricht wurde für Freitag und Montag auf das Internet umgestellt. (mit dpa)