In deutschen Haushalten werden fast 35 Millionen Haustiere gehalten. Darunter sind 15,7 Millionen Katzen und 10,7 Millionen Hunde. Das geht aus statistischen Angaben von Statista.com für das Jahr 2021 hervor.
Doch was ist mit den Tieren, die kein Zuhause haben oder aus unterschiedlichen Gründen ihr Zuhause verlieren: Sie werden von Tierschützern betreut und landen in einem Tierheim. Dort warten Hunde, Katzen und andere Tiere auf eine zweite Chance.
Für alle Tierfreunde, die einen Hund oder eine Katze aus dem Tierschutz nach Hause holen oder vielleicht aus gesundheitlichen oder familiären Gründen in einem Tierheim abgeben müssen, gibt es hier eine Übersicht über Tierheime in Brandenburg.
Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird fortwährend aktualisiert.

Tierheime in Brandenburg in der Übersicht

Südring 59
15236 Frankfurt (Oder)
Vogelsänger Chaussee 2
15890 Eisenhüttenstadt
Berkenbrücker Chaussee 10
15517 Fürstenwalde
Berliner Str. 143
16303 Schwedt/O
Erika-Kliemann-Weg 1
(ehemals Güstower Str. 23)
17291 Prenzlau
Herzsprunger Dorfstrasse 19/20
16909 Heiligengrabe OT Herzsprung
15562 Rüdersdorf bei Berlin
Am Tierheim 1
15757 Halbe
Langengrassau Dorfstr. 21
15926 Heideblick
Straße der Jugend 156
15806 Zossen
14806 Bad Belzig, OT Werbig
Caasmannstr. 16
14770 Brandenburg an der Havel
Am Großen Spreewehr 1a
03044 Cottbus
Blumenower Str. 3
16798 Fürstenberg/Havel
Dallgower Straße 104
14624 Dallgow-Döberitz
Bammer Landstraße 33c
14712 Rathenow
Ein weiteres Tierheim gibt es in Wesendahl (Altlandsberg, Märkisch-Oderland). Das  Tierheim Wesendahl ist in jüngster Zeit sehr stark in die Kritik geraten.  Eine Tierärztin, die das Tierheim in Wesendahl mehrfach besucht hat, findet klare Worte. In einem Interview spricht sie über die Zustände, Mängel und Animal Hoarding.

Tierheim in Berlin

Das Tierheim Berlin ist Europas größtes Tierheim. Auf einer Fläche von etwa 16 Hektar werden nach Angaben des Tierheims rund 1300 Tiere versorgt:
Hausvaterweg 39
13057 Berlin

Warum einen Hund oder eine Katze aus dem Tierheim holen?

Etwa 350.000 Tiere landen jedes Jahr in deutschen Tierheimen. Diese Zahl nennt die Tierschutzorganisation Peta. Peta nennt auch die häufigsten Gründe:
  • Tierhaarallergie
  • Finanzielle Kosten
  • Spontankäufe
  • Krankheit oder Tod des Menschen
  • Neue Wohnung, in der keine Haustiere erlaubt sind
Tierschützer empfehlen daher, lieber einen Hund, eine Katze, ein Meerschweinchen aus dem Tierschutz zu holen als vom Züchter. Argument: Besser diesen Tieren eine zweite Chance geben, als dafür zu sorgen, dass immer weitere Haustiere produziert werden.

Wie erkenne ich ein gutes Tierheim?

Tierheime machen meist einen sehr guten Eindruck - auf den ersten Blick. Und wenn man in die Augen einer Katze oder eines Hundes schaut, wird man schnell von Gefühlen überwältigt. Aber was macht ein gutes Tierheim aus?
  • Mitarbeiter erfragen genau, ob das gewünschte Tier auch in die neue Umgebung passt, erkundigen sich nach der Lebenssituation und dem künftigen Umfeld (ein großer Hund sollte nicht in eine kleine Wohnung)
  • Hunde werden nur nach gründlicher Befragung zum Gassi-Gehen mitgegeben.
  • Es gibt eindeutige Antworten auf die Frage nach der Herkunft des Tieres (keine Katze läuft von allein ins Tierheim)
  • Die Frage nach der Gesundheit des Tieres wird ohne Zögern beantwortet
  • Tierarztdokumente sind sofort zur Hand
  • Seriöse Tierheime geben Tiere nicht sofort mit, die Vergabe von Haustieren kann dauern
Mindestens genau so wichtig ist, dass sich jeder künftige Besitzer eines Hundes, einer Katze oder anderen Haustieres vorab darüber im Klaren wird, ob ein Haustier in seine Lebenssituation passt: Hat er / hat die Familie genügend Zeit, sich um das Tier zu kümmern? Was passiert in den Ferien oder bei eigener Krankheit? Kann ich mir die laufenden Kosten für Futter und Tierarzt und gegebenenfalls eine Versicherung leisten?

Welche Schutzgebühren verlangen Tierheime?

Die Schutzgebühr, die Tierheime bei Abgabe verlangen, hängt von der Tierart ab.
  • Kleintiere wie Hamster werden gegen eine Schutzgebühr von etwa 20 Euro abgegeben.
  • Bei Katzen können es um die 100 Euro sein.
  • Für Hunde werden schon mal 300 Euro verlangt.
  • Geringer fallen die Gebühren bei alten Tieren oder beispielsweise unkastrierten Welpen aus.
  • Für Tiere, die dauerhaft an einer Krankheit leiden, übernimmt das Tierheim oft auch die Kosten für spezielles Futter oder Medikamente. Das sollte vorab klar besprochen werden.