Wegen der sinkenden Zahl von Flüchtlingen, die nach Brandenburg kommen, hat der Bund seine Zuschüsse deutlich verringert.
Für dieses Jahr wird das Land nur noch rund 46,5 Millionen Euro für asyl- und flüchtlingsbedingte Ausgaben erhalten, 2021 sogar nur noch 40,5 Millionen Euro. Das teilte das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mit. 2019 hatte Brandenburg 107,2 Millionen Euro erhalten, 2016 waren es mit 247,7 Millionen Euro mehr als doppelt so viel. 
Der Bund beteiligt sich seit 2015 in Form von Erhöhungen des Länderanteils an der Umsatzsteuer an den Kosten, die den Ländern durch die Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen entstehen. 2015 lag der Betrag pauschal bei zwei Milliarden Euro. Seit 2016 setzen sich die sogenannten Entlastungsmaßnahmen aus verschiedenen Faktoren zusammen. Dazu gehören Zahlungen für abgelehnte Asylbewerber, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und für die Kinderbetreuung. Die Beträge wurden in Form eines erhöhten Länderanteils an der Umsatzsteuer und als Integrationspauschale gezahlt.  
Für die Unterkunft von Flüchtlingen sowie für Heizungskosten erhielten die märkischen Kommunen im vergangenen Jahr 26,9 Millionen Euro. Dazu kamen noch einmal 19,6 Millionen Euro aus dem Gemeindeanteil der Umsatzsteuer. 2017 lag der Bundeszuschuss an die Kommunen bei 23,8 Millionen Euro, ein Jahr später bei 28,3 Millionen Euro.   
Im vergangenen Jahr nahm Brandenburg rund 3500 asylsuchende Flüchtlinge neu auf, etwa 340 mehr als im Jahr zuvor. 2015 gab es den höchsten Zustrom mit etwa 28 100 Männern und Frauen.