Lokale Fernseh- und Radiosender in Brandenburg werden in diesem Jahr für ihre Berichterstattung mit einer Million Euro von der Landesregierung unterstützt. Der lokale und regionale Journalismus habe es seit Jahren schwer, seine mit hohem Aufwand produzierte Berichterstattung zu refinanzieren, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Die Corona-Pandemie habe die Situation zusätzlich verschärft.

Bedeutung von Lokaljournalismus

„Diese Tendenzen sind eine Gefahr für unser Gemeinwesen. Demokratische Willensbildung ist für mich ohne regionalen Qualitätsjournalismus undenkbar“, sagte Staatssekretär Benjamin Grimm. Bürgerinnen und Bürger müssten in die Lage versetzt werden, selbstbestimmt ihr Land mitgestalten zu können. Hierfür bedürfe es vieler und vielfältiger Angebote.
Medienvielfalt, insbesondere in einem Flächenland wie Brandenburg, brauche daher dringend Unterstützung. Da die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg die Förderentscheidungen treffe, sei die gebotene Staatsferne sichergestellt, betonte Grimm.