Der Berliner Fahrgastverband IGEB kritisiert die Zurückhaltung bei den Busunternehmen. "Klimaanlagen sind für uns ein Muss", sagt IGEB-Sprecher Jens Wieseke und verweist auf die Ausschreibung zur Berliner S-Bahn, in der kühle Luft zwingend vorgeschrieben ist. Die Länder seien gefordert, diesen Standard auch bei Bussen in ihren Verträgen zu verankern, sagt Wieseke. Dies schulde man nicht nur den Fahrgästen, sondern auch dem Personal. Busfahrer hätten einen Anspruch auf adäquate Arbeitsbedingungen, ansonsten leide unter der Hitze die Konzentrationsfähigkeit. In Berlin seien neue Straßenbahnen und Busse mit Klimaanlagen ausgerüstet.
In Brandenburg beschreitet zumindest das größte Verkehrsunternehmen, die Havelbus Verkehrsgesellschaft, einen ähnlichen Weg. Seit fast zehn Jahren sind nach Aussage von Sprecherin Ulrike Rehberg alle neuen Fahrzeuge klimatisiert - von insgesamt 195 Bussen mittlerweile 156. "Dieser freiwillige Standard hat sich bei uns inzwischen etabliert, weil der Kunde auch Wert darauf legt", betont die Unternehmenssprecherin.