"Wir haben auf unsere Ausschreibung keine einzige Bewerbung erhalten, obwohl wir im Vorfeld bereits Kontakt zu Interessenten hatten", sagte Carsten Leßner, Leiter der obersten Jagdbehörde, am Mittwoch. Deshalb könne das Projekt nicht stattfinden.
"Ich könnte mich freuen, weil mir vielleicht ein paar Anfeindungen erspart bleiben, aber tatsächlich bin ich enttäuscht, dass wir diese Art der Bekämpfung einer Wildschweinplage nicht ausprobieren können", so Leßner. Andere Länder würden seit Langem zeigen, dass die Bogenjagd sinnvoll sein könne.
Die Bürgermeister der beiden Gemeinden hatten das Projekt ebenso befürwortet wie der örtliche Jagdpächter, ein erfahrener Bogenjäger. Protest gab es hingegen von Tierschutzverbänden sowie von Sportverbänden, die um das öffentliche Ansehen des Bogensports fürchteten.