Trotz dieser Verbesserungen, insbesondere für die jüngeren Kinder, sei Brandenburg noch immer weit entfernt von einem kindgerechten Betreuungsverhältnis, monierten die Experten. Der Personalschlüssel betrage normalerweise bei Krippengruppen 1 zu 3,0, bei Kindergartengruppen 1 zu 7,5.
Punkten kann Brandenburg laut Studie vor allem mit der Qualifikation des Kita-Personals, das im Vergleich zu der Situation in anderen Bundesländern auf einem hohen Niveau ist. Von den gut 17 400 pädagogisch arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind demnach 88 Prozent als Erzieherin oder Erzieher ausgebildet. Dies ist nach Auswertung der Daten unter allen Bundesländern der höchste Anteil.
Kathrin Bock-Famulla, Bildungsexpertin der Bertelsmann-Stiftung, forderte das Land auf, beim Ausbau der Personalschlüssel nicht nachlassen. Ein hohes Qualifikationsniveau und kleine Gruppen ermöglichten nur im Zusammenspiel mit ausreichend Personal eine kindgerechte Bildungspraxis. Für den weiteren Ausbau der Personalressourcen in Brandenburg sei eine Gesamtstrategie notwendig, erklärte Bock-Famulla. Bei der geplanten Novellierung des Kita-Gesetzes müssten das Zusammenwirken von Personalschlüssel, Gruppengröße und Qualifikationsniveau berücksichtigt und verbindliche Stufen zum Ausbau festgelegt werden.