Man sei damit nicht glücklich, habe das aber machen müssen, sagte Kristy Augustin (CDU), Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag. Laut Volker-Gerd Westphal, Abteilungsleiter im Bildungsministerium, wäre die Alternative gewesen, dass Kommunen Kitaplätze abbauen, weil sie den Betreuungsschlüssel nicht einhalten können. Derzeit würden rund zehn Prozent der Erzieher fehlen, zum Beispiel weil sie zu einer Covid 19-Risikogruppe gehören.
Die ab August für den Kindergartenbereich beschlossene Verbesserung des Betreuungsschlüssels von 1:11 auf 1:10 dürfte damit vielerorts verpuffen, in Krippe und Hort könnte sich das Minus von zehn Prozent spürbar auswirken. Vom Landeskitaelternbeirat kommt scharfe Kritik. "Die Kinder waren schon in den vergangenen Monaten die großen Verlierer der Corona-Krise. Jetzt setzt sich das fort", sagte Sprecher Danilo Fischbach.