Wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie hat die Polizei am Donnerstag in vier Landkreisen in Ost- und Nordbrandenburg Objekte durchsucht. Ermittelt werde gegen insgesamt 16 Personen, teilte die Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) mit. Durchsucht wurden demnach vier Objekte in der Uckermark, fünf im Kreis Barnim, fünf in Märkisch-Oderland und zwei im Kreis Oder-Spree.
Weitere Einzelheiten teilte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht mit. Die Leitung des Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft Cottbus übernommen.

Es handelt sich ausschließlich um Männer

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich weiteren Angaben zufolge ausschließlich um Männer im Alter zwischen 22 und 62 Jahren. Es gehe um den Vorwurf von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Laut Polizeisprecher Roland Kamenz wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Dabei handelte es sich um Computer, Datenträger, Handys, USB-Sticks und sogar noch Videokassetten. „Das muss jetzt alles ausgewertet werden“, erklärte Kamenz. Die Verdächtigen seien nicht in Haft.
Die Polizei war nach eigenen Angaben Hinweisen nachgegangen. Im Zuge der Ermittlungen habe sich der Verdacht dann erhärtet. Zwischen den einzelnen Verfahren und Beschuldigten bestünden keine Zusammenhänge.
Seit Anfang des Jahres gibt es nach Auskunft von Polizeisprecher Roland Kamenz in jeder Polizeidirektion Brandenburgs Kommissariate, die sich mit dem Themenkomplex „Besondere Ermittlungen Cybercrime/Sexualisierte Gewalt gegen Kinder“ befassen. Schwerpunkt sei dabei der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern. Außerdem steht die Herstellung, Verbreitung und der Besitz von Kinder- und Jugendpornografie durch tatverdächtige Erwachsene im Fokus der Arbeit – auch um solchen Straftaten vorzubeugen.
In einer früheren Version des Textes wurde als Landkreis Oberhavel genannt – laut Polizei war es im Barnim. Wir haben das korrigiert.