Warum schaffen es andere Bundesländer, dass ihre Landkreise beziehungsweise ihre Landesbehörden den vorübergehenden Stopp von Tiertransporten in Tierschutzrisikostaaten einhalten, in Brandenburg aber weiter genehmigt wird?
Es braucht einheitliche Standards auf Landes-, wenn nicht gar Bundes- oder EU-Ebene, die wenig Interpretationsraum lassen, ob ein Transport nach europäischen Auflagen möglich ist oder nicht. Dafür müssen die Veterinärbehörden auch mit ausreichend Personal besetzt werden. Dieses sollte einheitlich geschult werden, um gleiche Genehmigungsstandards zu gewährleisten. Brandenburg sollte sich hierfür aktiv einsetzen. Ein erneutes Dasein als „de-facto Schlupfloch“ ist sicherlich nicht von Interesse.
Es müssen auch Kapazitäten geschaffen werden, um eine einheitliche Strafverfolgung sicher zu stellen; sei es auf europäischem Hoheitsgebiet oder in Drittstaaten. Denn das Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist eindeutig: die Auflagen der Verordnung müssen auf der gesamten Transportstrecke sichergestellt sein.