In Brandenburg hat die Polizei am Wochenende mehrere Hundert Verstöße gegen Corona-Regeln festgestellt. Bei gemeinsamen Kontrollen der Polizei und des Ordnungsamtes in der Potsdamer Innenstadt wurden am Samstag 248 Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert, wie die Polizeidirektion West am Sonntag mitteilte. „Wir haben die Betroffenen angesprochen und auf die Verstöße hingewiesen. Die meisten sind unserer Aufforderung nachgekommen“, sagte der Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Potsdam, Stefan Kronemann. Polizisten seien mit Mitarbeitenden des Ordnungsamtes zu Fuß und im Fahrzeug unterwegs gewesen, in der Brandenburger Straße und weiteren Bereichen der Innenstadt.

Drei Verstöße in der Uckermark

Die Polizei in der Uckermark hat nach eigenen Angaben drei Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung am Wochenende festgestellt. Dabei handelte es sich um zwei Feierlichkeiten in privaten Wohnungen, wie die dortige Polizeiinspektion am Sonntag mitteilte. Mehrere Menschen aus verschiedenen Haushalten seien angetroffen worden, in einem Fall wurde ein Kindergeburtstag gefeiert. Ein Betroffener hat sich den Angaben zufolge nicht an die verordnete Quarantäne gehalten.

Gruppe Jugendlicher in Neuruppin aufgelöst

In Neuruppin löste die Polizei eine siebenköpfige Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener auf. Am Samstagabend trafen die Beamten die jungen Leute in der Nähe des Skater-Parks an, wie die Polizeidirektion Nord am Sonntag mitteilte. Die alkoholisierte Gruppe sei kontrolliert worden und habe sich dabei „sehr unkooperativ“ verhalten. „Ein 16-Jähriger tat sich besonders hervor, indem er die Fäuste gegenüber den Beamten hob“, hieß es.
Erst, nachdem die Polizisten ankündigten, Pfefferspray einzusetzen, sei der junge Mann den Anweisungen nachgekommen - allerdings nicht lange. Kurze Zeit später urinierte der 16-Jährige den Angaben nach gegen einen Baum und rief „Alle Bullen sind Schweine“. Die Nacht verbrachte er bei der Neuruppiner Polizei. Alle übrigen Beteiligten schickte die Polizei demnach nach Hause.
Nach Angaben des Lagedienstes Brandenburg hielten sich die meisten Brandenburger aber an die Regeln der Corona-Eindämmungsverordnung. Auch in der Grenzregion zu Polen, das am Wochenende noch einmal die Regeln verschärft hatte, habe es keinen größeren Verkehr gegeben.
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