Ebenso sah die Frankfurter Staatsanwaltschaft die Entscheidung des Oberlandesgerichts mit Sorge. Erstere hatte Anklage gegen fünf Beschuldigte erhoben, vier davon saßen in U-Haft. Da die vier Männer ohne Auflagen entlassen wurden, können sie sich frei bewegen. Die Aufenthaltsorte der Personen waren auch der Stadtverwaltung nicht bekannt.
Nun soll sich einer der syrischen Intensivtäter an einem zwölfjährigen Mädchen im Lenné-Park sexuell vergangen haben. Am 25. Mai zeigte dort der Mann gegen 22.30 Uhr dem Mädchen sein Geschlechtsteil und versuchte sie zu küssen. Die Zwölfjährige wehrte sich und es gelang ihr zu flüchten. "Daraufhin wurde ein Haftbefehl gegen den 40-Jährigen erlassen", so Ricarda Böhme von der Frankfurter Staatsanwaltschaft – wegen dringenden Tatverdachts des versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes und wegen sexueller Nötigung. Seit dem 29. Mai sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Laut der Frankfurter Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen noch an.
Hohe Strafe erwartet
Das Strafmaß wegen versuchten sexuellen Missbrauchs an Kindern kann sechs Monate bis zu zehn Jahre Haft bedeuten. "Je nach dem Urteil des Richters", sagt Staatsanwältin Böhme. Es komme auf den Schaden an, den der 40-Jährige beim Opfer verursacht habe, ob er vorbestraft sei und wie schwerwiegend diese Taten gewesen seien. "Hier hat der Mann durch das Frosch-Club-Verfahren ja schon einiges zusammen", so Böhme. Deswegen gebe es genügend Gründe für eine längere Haftstrafe.