Anderthalb Jahre nach ihrer Berufung an die Spitze des Staatsballetts Berlin wollen die künftigen Intendanten Sasha Waltz und Johannes Öhman jetzt ihre Pläne für die Compagnie vorstellen. An diesem Montag präsentieren Waltz und Öhman in der Deutschen Oper das Programm für die Spielzeit 2018/19. Die Ernennung der Tanzchoreografin Waltz als Nachfolgerin des Spaniers Nacho Duato war innerhalb des Ensembles auf heftige Kritik gestoßen.
Die Tänzer zweifelten an der Eignung von Waltz als Vertreterin des modernen Tanztheaters, eine klassische Ballettcompagnie zu leiten. Öhman kommt vom Ballett und leitet bisher das Royal Swedish Ballet in Stockholm und übernimmt die Position im August, Waltz erst ein Jahr später.
Nach Vermittlung von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hatten sich Tänzer und das neue Intendantenpaar auf ein Gespräch verständigt. Sie wolle „die Kluft zwischen klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz schließen“ und mit Choreographen aus der traditionellen sowie aus der modernen Szene zusammenarbeiten. Bei anderen großen Compagnien etwa in Paris und Amsterdam sei so etwas seit Jahren völlig normal.