Notwendig sei ein mit den Sicherheitsbehörden abgestimmtes landesweites Sicherheitskonzept für Museen und Kultureinrichtungen, betonte die Fraktion am Sonntag in einer Mitteilung.
In einer Anfrage hatte sie sich nach Sicherheit und Schutz bedeutsamer Kunstschätze und sonstiger Kulturgüter im Land erkundigt. Hintergrund sind nach den Angaben eine Reihe spektakulärer Taten in anderen Bundesländern, wie der Raub der Goldmünze "Big Maple Leaf" 2017 aus dem Bode-Museum in Berlin oder der Juwelen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden im Vorjahr.
Bisher sei Museen und Kultureinrichtungen in Trägerschaft des Landes die Zuständigkeit für etwaige Sicherheitskonzepte überlassen worden, wird kritisiert. Man dürfe nicht warten, bis es zu Einbrüchen oder Diebstählen wie in Berlin und Sachsen komme, um es zu entwickeln", betonte der Landtagsabgeordnete von BVB/Freie Wähler, Matthias Stefke.
In den vergangenen 20 Jahren seien 102 Kunstdiebstähle in Brandenburg erfasst worden, antwortete das Kulturministerium auf die Anfrage. Der materielle Schaden lag danach bei rund 250.000 Euro, der meist von Versicherungen abgedeckt wurde. Derzeit wird nach Angaben des Ministeriums aktuell in 57 Fällen nach insgesamt 362 vermissten Gegenständen gefahndet: von altem Blechspielzeug bis zu sakralen Gegenständen oder Skulpturen.