Der Potsdamer ließ offen, ob er nach der Schlappe bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes im kommenden Frühjahr erneut kandidieren wird. Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Kreisvorsitzende von Dahme-Spreewald, Rico Kerstan, davor gewarnt, den Landesvorsitzenden in der für die Partei sensiblen Situation zu beschädigen. Eine egozentrische und posten-orientierte Politik sei das falsche Zeichen an den Wähler, warnte er. Der Landesvorstand dürfe kein Bild der Zerrissenheit abgeben. Die stellvertretende Landesvorsitzende Teuteberg ließ die Frage von Kerstan unbeantwortet, ob sie für den Fall, dass Graf Bülow nach einer Niederlage sich vom Vorsitz zurückzieht, bereit sei, den Landesverband zu führen.
Die 35-Jährige, die seit dem Ausscheiden der FDP aus dem Landtag vor zwei Jahren im Bundesbildungsministerium beschäftigt ist, warb für sich mit den Argumenten, dass sie parlamentarische Erfahrung und politischen Instinkt besitzt und über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfüge.
Auf Platz zwei der Landesliste wurde der frühere Lausitzer Bundestagsabgeordnete Martin Neumann gewählt. Während der erste Listenplatz bei den gegenwärtigen Umfragewerten für die Bundespartei aussichtsreich erscheint, hätte Platz zwei nur bei einem Ergebnis deutlich über fünf Prozent der Wählerstimmen eine Chance. Der Eberswalder Stadtverordnete Martin Hoeck zog nach dem Sieg von Teuteberg seine zuvor angekündigte Kandidatur um Platz zwei zurück. Er begründete dies damit, dass er den Wahlkampf im Team mit dem Spitzenkandidaten führen wollte und ihm dies in dieser Konstellation nicht möglich sei.