Am 9. und 10. September soll auf der Galopprennbahn in Hoppegarten (Märkisch Oderland) eines der weltweit wichtigsten Musikfestivals steigen - das Lollapalooza. Doch bei den Anwohnern sorgt dies nicht nur für Freude.
Rund drei Stunden standen die Organisatoren des Festivals am Mittwochabend vor Ort geduldig Rede und Antwort. Rund 2000 Anwohner hatten sie zur Informationsveranstaltung eingeladen. Gekommen waren etwa 200, darunter auch Bürger aus anderen Orten sowie Gemeindevertreter aus Hoppegarten und dem benachbarten Neuenhagen.
Die teils geladene Stimmung wurde zu Beginn noch durch einen Fauxpas der Moderatorin angeheizt, die die Gekommenen auf der "Trabrennbahn" statt auf der Galopprennbahn Hoppegarten begrüßte.
Später kristallisierte sich heraus, dass es vor allem zwei Themen sind, die die Anwohner beschäftigen: Zum einen die Sorge, dass man die Wohnhäuser aufgrund von Straßensperrungen nicht mehr erreichen kann und dass Rettungskräfte vom Tierarzt bis zum Pflegedienst nicht mehr durchkommen, wenn an beiden Tagen je 85 000 Gäste erwartet werden.
Die andere Sorge gilt dem Trockenrasen auf dem rund 24 Hektar großen Innenoval der Rennbahn, auf dem vier Bühnen aufgebaut werden sollen. Seit April dieses Jahres kartiert bereits ein Fachunternehmen die Flora und Fauna in diesem Landschaftsschutzgebiet.Es soll nach dem Festival soll es auch ein Resümee zu Ausgleichsmaßnahmen ziehen.
Das Aktionsbündnis zum Erhalt der Galopprennbahn kritisierte, dass sich Lollapalooza laut Eigendarstellung zwar der grünen Nachhaltigkeit verschrieben hat, Gäste des Festivals teils aber über das Naturschutzgebiet geführt werden. Weitere Themen des Abends waren die Beschallung und der Transport. Viele, doch nicht alle Fragen, konnten bei der Veranstaltung geklärt werden.
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