Zum Teil stellen die kleinen Betriebe nur aus, zum Teil können die Besucher die Erzeugnisse auch kaufen. Es gibt zum Beispiel Achatporzellan aus Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin), Kunst-und Baukeramik aus Jacobsdorf (Oder-Spree), Kunstguss aus Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) oder Glas aus Templin (Uckermark). Keramiker und Möbelhersteller sind ebenso vertreten wie Likör- und Schokoladenproduzenten, deren Produkte die Besucher auch verkosten können. Überdies präsentieren Studenten der Fachhochschule Potsdam ein Projekt, bei dem es um eine Zusammenarbeit zwischen Designern und Manufakturen geht.
Es ist bereits der zweite Manufakturentag in Potsdam. Organisiert wird er von der Deutschen Manufakturenstraße und Kulturland Brandenburg. Die Organisatoren wollen Manufakturen eine Plattform bieten, um sich zu präsentieren, aber auch ihre Vernetzung untereinander zu fördern. Unter Manufaktur versteht Pascal Johanssen vom Direktorenhaus Berlin, einer der Veranstalter, eine "handwerklich geprägte Produktion. Manufakturen dürfen auch Maschinen einsetzen, aber sie haben keine automatisierte Herstellung."
Unter den Ausstellern sind jene mit großer Tradition, wie die Keramik-Manufaktur Hedwig Bollhagen. "Es gibt aber auch viele Neugründungen,", sagt Johanssen. Aus seiner Sicht stehen Manufakturen für eine "bessere Art des Wirtschaftens", nachhaltig, regional, mit Bezügen zur Kulturgeschichte und oft typisch für eine bestimmte Gegend.
Die Ausstellung in Potsdam ist Teil eines größeren Projektes - der deutschen Manufakturenstraße, die 2014 gegründet wurde. Sie verbindet Manufakturen in Deutschland, auch in Brandenburg, und bietet die Möglichkeit, anhand von geführten Reisen exklusiv hinter die Kulissen der Betriebe zu schauen (www.deutsche-manufakturenstrasse.de).
Brandenburger Manufakturtage im "Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte", Am Neuen Markt 9, Potsdam. Die Ausstellung ist am Freitag von 14 bis 18 Uhr und am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.