Auch in Brandenburg leben nach Angaben der Landesgleichstellungsbeauftragten Manuela Dörnenburg Frauen, die Genitalverstümmelungen erleiden mussten oder davon bedroht werden.
Gemeinsam müsse mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, forderte Dörnenburg am Samstag in einer Mitteilung. Auch würden hier lebende oder sogar geborene Mädchen immer wieder von ihren Familien für den Eingriff in ihre Heimatländer gebracht oder der Eingriff werde in Deutschland vollzogen, kritisierte die Brandenburger Integrationsbeauftragten Doris Lemmermeier.

Unwissenheit über Selbstbestimmung

Mädchen und Frauen müssten wissen, dass sie allein über ihren Körper bestimmen dürfen und wo sie Unterstützung bekommen, wenn jemand in dieses Recht eingreife, betonten beide Beauftragte.
Am 6. Februar wird weltweit der Internationale Tag gegen Genitalverstümmelung begangen. Der Eingriff ist ein schwerer Eingriff in die körperliche Unversehrtheit von Frauen und Mädchen. Folgen sind körperliche Beschwerden, Traumata sowie Infektionen und Komplikationen bei Geburten. Die genaue Zahl der in Deutschland betroffenen Frauen ist nicht bekannt.