Berlin erhebt derzeit für berufstätige Ledige, die ihren Erstwohnsitz in einem anderen Bundesland und einen Zweitwohnsitz in Berlin gemeldet haben, eine Steuer von fünf Prozent der Nettokaltmiete. Vergangenes Jahr hatte das Abgeordnetenhaus beschlossen, die Steuer auf 15 Prozent anzuheben. Damit will der Senat mehr Menschen dazu bewegen, ihren Erstwohnsitz in Berlin anzumelden. Das hätte höhere Steuereinnahmen und Zuweisungen aus dem Länderfinanzausgleich zur Folge. Mit dem bisherigen Steuersatz liegt Berlin nach Senatsangaben weit unter dem Bundesdurchschnitt. Auch der neue Satz sei noch niedriger als etwa in München, Potsdam oder Konstanz.