Gegen die seit rund eineinhalb Wochen geltende nächtliche Ausgangssperre sind bislang nach Angaben des Potsdamer Innenministeriums 255 Verstöße gezählt worden.
Damit gebe es zwar eine Vielzahl an Verstößen, grundsätzlich hielten sich die Menschen aber an die Regelung, sagte Innenstaatssekretär Uwe Schüler im Innenausschuss im Landtag am Mittwoch.
In Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 100 lag, dürfen die Menschen seit dem 24. April zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr grundsätzlich nicht mehr das Haus verlassen. Innerhalb von 48 Stunden nach der neuen Regelung durch die Bundesnotbremse hatte die Polizei dutzende Verstöße registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz besagt, wieviele Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner es an den vergangenen sieben Tagen gab.

Bewegungen sind reduziert

Ob die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen eine direkte Auswirkung auf das Infektionsgeschehen in Brandenburg hätten, könne man nicht sagen, so Schüler. Brandenburg sei sicherlich nicht „der Schwerpunkt des Nachtlebens“. Der Bewegungsradar habe aber abgenommen.
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