Auch das Gros der anderen Schreiadler, die einen Sender tragen, hat inzwischen Uganda und den Südsudan verlassen. Dort hatten sich die Tiere für längere Zeit aufgehalten und Nahrung gesucht. "Es ist eine absolute Ausnahme, dass die Schreiadler auf dem Frühjahrszug so lange dort bleiben", sagt Greifvogel-Experte Prof. Bernd-Ulrich Meyburg. Er geht davon aus, dass es in den Überwinterungsgebieten der meisten Adler im südlichen Afrika zu trocken war, und sie deshalb die Rast in Uganda und dem Südsudan eingelegt haben. Beide Regionen sind regenreich, hier können sich die Vögel vor dem Zug über die Wüste Energiereserven anfressen.
Es gibt allerdings einige wenige Schreiadler, die mit ihren Überwinterungsgebieten möglicherweise mehr Glück hatten. So ist ein Adler bereits in Brandenburg angekommen. Ein anderes Weibchen müsste ihr Ziel demnächst  erreichen, es sendete zuletzt aus Rumänien.
Auch von Marta ist hoffentlich bald wieder etwas zu hören; ihre letzten Daten stammen von Ende März. Da war sie noch in Uganda.