In Brandenburg sollen die zahlreichen Feuchtgebiete wie etwa Moore vor der Austrocknung besser geschützt werden. Das Umweltministerium erarbeitet nach eigenen Angaben deshalb ein Moorschutzprogramm. „Intakte Moore sind wahre Vielkönner: Sie speichern CO2 in ihren Torfen und tragen so zum Klimaschutz bei“, sagte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) am Sonntag anlässlich des UNESCO-Welttages der Feuchtgebiete. Zudem filterten die Moore Nährstoffe, hielten Wasser in der Fläche zurück und stabilisierten damit den Landschaftswasserhaushalt.

Förderung der Bewirtschaftung der Moore

In Brandenburg wurden dem Ministerium zufolge bereits die „Niederung der Unteren Havel/Gülper See“, das „Teichgebiet Peitz“ und das „Untere Odertal bei Schwedt“ im Nationalpark zu Schutzgebiete erklärt. Allerdings reiche der Schutzstatus für das Überleben der Feuchtgebiete und ihrer Bewohner oft nicht aus, betonte Vogel. Deshalb werde über den Zukunftsinvestitionsfonds des Landes unter anderem die Bewirtschaftung von Moorflächen gefördert.

Pflanzen und Tiere durch Mooraustrocknung bedroht

Feuchtgebiete drohen weltweit auszutrocknen - durch den Wasserbedarf für die Siedlungswirtschaft, die Landwirtschaft, die Industrie sowie durch die Veränderungen des Klimas. Brandenburgs Umweltminister wies darauf hin, dass durch Trockenlegung, Überdüngung und die Klimakrise in Feuchtgebieten lebende geschützte Pflanzen- und Tierarten bedroht seien. Dazu zählten neben Vögeln und Insekten auch Amphibien wie die Rotbauchunke und der Moorfrosch.