Mit Blick auf die kalte Jahreszeit bieten Kommunen und Verbände in Brandenburg mehr Hilfe für Obdachlose an. In Potsdam wurde mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die im Auftrag der Stadt die Obdachlosenunterkunft im Lerchensteig 55 betreibt, vereinbart, dass an kalten Wintertagen niemand abgewiesen wird, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Menschen, die ihre Wohnung verloren haben und selbst keine Unterkunft finden, können sich wochentags (9.00-15.00 Uhr) an die Arbeitsgruppe Unterbringung des Bereichs Soziale Wohnhilfen in der Behlertstraße 3A Haus M/N wenden. Für die Wintermonate sollen zusätzliche Plätze geschaffen werden, wie Stadtsprecherin Juliane Güldner sagte.
In Cottbus öffnet die Obdachlosenunterkunft am Ostrower Damm 2 bei besonders kalten Temperaturen bereits um 14.00 Uhr. Die Kältebusse des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fahren in Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) bei Temperaturen ab Null Grad.

Kältebusse sind wieder in Berlin unterwegs

Auch in Berlin gibt es wieder Hilfsangebote: Die Obdachlosenhilfe in Berlin schickt die Kältebusse wieder auf die Straßen. Von Montag an sind die Teams aus ehrenamtlichen Helfenden und Fachkräften bis in die Nacht unterwegs, um bedürftigen Menschen zu helfen. Sie verteilen warmen Tee, Kleidung oder Isomatten und Schlafsäcke - oder bringen die Betroffenen auch zu Notunterkünften. Bis Ende März sollen Obdachlose in der kalten Jahreszeit so unterstützt werden.
Mit Beginn der kühleren Jahreszeit sei die Nachfrage in den Unterkünften auch in dieser Saison bereits deutlich gestiegen, schilderte eine Sprecherin der Berliner Stadtmission. Die Organisation ist in dieser Saison mit drei Kältebussen statt zweien im Einsatz. Zudem fahre einmal wöchentlich eine Ambulanz umher, um Bedürftigen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen.