Die Stadt Prenzlau hat den Antrag einer Bürgerinitiative für eine Solidaritätsaktion mit Kritikern von Corona-Einschränkungen abgewiesen. Die Veranstalter hätten fast täglich Windlichter aufstellen wollen, um ihre Solidarität mit denen zu zeigen, die wegen „Maßnahmeregelungen des Landes im Zusammenhang mit dem Coronavirus starke Nachteile haben, verunsichert sind und den kritischen Diskurs“ suchten, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Dort lagen bereits Windlichter und Blumen, die zunächst entfernt werden sollten. Verbunden mit der Aktion seien kleine Lichtermärsche durch die Stadt, wie der „Uckermark Kurier“ zuvor berichtet hatte.

Kerzen und Blumen erlaubt

Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) entschied dann nach Angaben der Stadt, dass die bisher abgelegten Kerzen und Blumen geduldet würden und dort bleiben dürften. Eine Genehmigung der Aktion hätte nach Ansicht der Stadt jedoch dem Neutralitätsgebot von Prenzlau widersprochen und einem Verstoß gegen die Corona-Regeln Vorschub geleistet, denn Spaziergänge und Märsche seien nicht erlaubt.
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