Vida, Landesvorsitzender von BVB/Freie Wähler, bestritt dies und erhob Vorwürfe gegen die beiden Anderen. Sie hätten ihre Mandatsträgerbeiträge an die Partei nicht gezahlt, was zum Zerwürfnis geführt habe.
Der Landesrechnungshof prüfte das Finanzgebaren der Gruppe in den Jahren 2015 und 2016. Der Bericht, der den drei Abgeordneten zur Stellungnahme vorliegt, kommt zum Schluss, dass die Gruppe "den Anforderungen an die förmliche Ordnungsmäßigkeit der Haushaltführung nicht immer genügend Rechnung trug." Die Gruppe habe zudem einen Bürgerbrief in einer Auflage von 560.000 Exemplaren (Kostenpunkt 44.224 Euro) verschickt, dessen Inhalt Gruppen- und Parteizwecke vermengt, heißt es im Bericht. In einer ersten Fassung, die dieser Zeitung vorliegt, spricht der  Rechnungshof davon, dass der Bürgerbrief als Parteiwerbung einzuordnen sei. Die Verwendung von Landtagsgeldern, die für die Gruppen- oder Fraktionsarbeit gezahlt werden, für Parteizwecke ist unzulässig und wird durch den Bundestagspräsidenten geahndet, betonen die Rechnungshofprüfer.
Eine Anfrage an den Rechnungshof, wie der Bürgerbrief einzuschätzen ist, wurde mit dem Verweis beantwortet, dass in dem Schreiben an Brandenburger Haushalte mehrfach von "wir" gesprochen wurde, was Partei und Gruppe umschließe. Außerdem seien dem Brief keine Aussagen zur Tätigkeit der Landtagsabgeordneten zu entnehmen, statt dessen sei über die Parteitätigkeit berichtet worden. Ein Sprecher des Rechnungshofes erklärte, dass "an dieser Stelle keine Trennung von Partei- und Gruppenarbeit vorliegt".
Péter Vida lässt das so nicht gelten. Der Rechnungshof sei von Schulze und Schülzke unzureichend über den Bürgerbrief informiert worden, sagte er dieser Zeitung.  Es sei nicht die endgültige Fassung des Bürgerbriefes einschließlich Anschreiben und Rückseite zur Prüfung vorgelegt worden. Vida wirft den Prüfern vor, dass sie sich von seinen beiden Ex-Kollegen beeinflussen ließen. Er zeigte sich optimistisch, dass er in seiner noch ausstehenden schriftlichen Stellungnahme die Sicht des Rechnungshofes korrigieren könne.
Seitens der Landtagsverwaltung wird darauf verwiesen, dass der endgültige Bericht noch nicht der Präsidentin übergeben wurde. Sollten sich darin Zweifel am sachgemäßen Umgang mit den Geldern der Gruppen befinden, werde die Bundestagsverwaltung informiert, die Verstöße gegen die Parteienfinanzierung prüft und gegebenenfalls Strafen verhängt.
In den Fraktionen hält man sich mit Stellungnahmen zurück. Inoffiziell wird kritisiert, dass der Rechnungshofbericht, der schon im vergangenen Herbst angekündigt war, so lange auf sich warten ließ, dass er in die Wahlkampfzeit hinein zu geraten droht.

Gruppe von Abgeordneten


Der Ex-SPD-Politiker Christoph Schulze eroberte zur Landtagswahl 2014 für BVB/Freie Wähler ein Direktmandat. Dadurch wurde für die Partei, die 2,7 Prozent erhielt, die fünf-Prozent-Hürde außer Kraft gesetzt, und zwei weitere Abgeordnete zogen mit Schulze in den Landtag ein. Da für die Bildung einer Fraktion ein Mandat fehlte, wurde eine Gruppe gebildet. Deren Rechte und Finanzierung waren lange strittig und wurden erst durch ein Urteil des Verfassungsgerichts im Sommer 2016 im Sinne der drei Abgeordneten neu geregelt. Ein reichliches Jahr später löste sich die Gruppe auf. thi