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Der Dienstagmorgen gestaltete sich insbesondere für die Berlin-Pendler schwierig. Der Schienenersatzverkehr musste erst anlaufen. Auf den Bahnsteigen zwischen Fredersdorf und Hoppegarten blieben Tausende Fahrgäste ratlos zurück.
Am Unfallort wird deutlich, dass der erste Teil des Zuges offenbar eine Weiche vor der Bahnsteigeinfahrt bereits passiert hatte, als der hintere Zugteil in eine andere Richtung abbog und aus den Gleisen sprang. Dabei verdrehten und verkeilten sich zwei der Waggons derart, dass sie nur mit schwerer Technik wieder voneinander abgekoppelt werden können.
Die kommt auf der Schiene aus Leipzig. Zwei Krane werden am späteren Nachmittag in Positur gebracht und haben die Aufgabe, die Waggons an Gurten anzuheben und auf die Gleise zurückzustellen. Die Arbeiten ziehen sich bis in den Abend hinein.
Die Gleisverwerfungen, die an der Unfallstelle zu sehen sind, erscheinen beträchtlich. Die Stromschiene ist in Mitleidenschaft gezogen und die Weiche muss womöglich ebenfalls ausgetauscht werden. Aber das könne man erst genau feststellen, wenn die Unfallstelle geräumt sei, sagt Priegnitz.
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Am Unfallort arbeiten die Männer aus der Werkstatt in Wannsee der Deutschen Bahn Hand in Hand. Bevor der Kran kommt, versuchen sie mittels Hydraulik, die noch miteinander verbundenen und durch den Crash unter Spannung stehenden Waggons so weit anzuheben, dass sie auseinander gekoppelt werden können. Bei einem Waggon schaffen sie das. Der wird auf das Kehrgleis geschoben - dorthin, wo ansonsten die Züge zum Putzen abgestellt werden.
Während die Krane arbeiten, ruht sämtlicher Schienenverkehr, auch der Regionalzug fährt nicht. Dessen Takte werden mithilfe der ODEG-Züge verdoppelt, sodass zwischen Strausberg und Lichtenberg alle halbe Stunde ein Zug fährt. Zwischen Fredersdorf und Hoppegarten fahren Busse.