Statt purem Familienglück nimmt die neue Beziehung einer jungen Frau aus Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster eine ungeahnte Wendung: Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter und der Heirat folgt der Einzug des Paares ins Einfamilienhaus. Mit dabei ist auch die andere Tochter der Ehefrau aus einer früheren Verbindung.
Mit dem Einzug häufen sich jedoch die Streitereien. Nach Aussage der Ehefrau habe ihr Mann sie immer mehr kontrolliert: Warum sie nicht antworte, obwohl sie online war, wo sie noch solange bleibe und mit wem sie sich treffe. Die Gängeleien nehme nicht ab – sie zieht die Reißleine und verlässt Ende 2020 mit den Mädchen das gemeinsame Haus.

Doberlug-Kirchhain: Kind stirbt bei Wochenendbesuch beim Vater

Ihr Ex-Mann will die Trennung nicht hinnehmen. Beim Wochenendbesuch der gemeinsamen Tochter bittet er um die Wiederaufnahme der Beziehung. Ohne Erfolg. Das macht dem Mann mittleren Altes zu schaffen. Wenige Monate späte erfährt er, dass seine Ex-Frau einen neuen Partner an ihrer Seite hat.
Nach dem nächsten gemeinsamen Wochenende mit dem fünfjährigen Mädchen möchte die Frau ihren Nachwuchs am 18. April 2021 bei ihrem Ex-Mann abholen. Doch niemand ist da: Keiner reagiert auf klopfen oder klingeln. Die Frau wird stutzig, umrundet das Haus, schaut zu den Fenstern herein. Und sieht dann ihren Ex-Mann regungslos in die Badewanne liegen. Nachdem ein hinzugerufener Bekannter mit einem Stein die Terrassentür einwirft, geht die Frau ins Haus und findet nicht nur ihren ehemaligen Lebensgefährten regungslos in der Badewanne, sondern in einem der Kinderzimmer auch ihre leblose Tochter.

Warum musste das Mädchen sterben?

Die kurz darauf eintreffenden Rettungskräfte können den Mann wiederbeleben. Der Fünfjährigen ist jedoch nicht mehr zu helfen. In der Gerichtsmedizin wird klar: Das Kind ertränkt worden. Was ist in den Stunden vor dem Tod des Mädchens passiert? Gegenüber Freunden und Bekannten hätte das Vater-Tochter-Gespann sich wie immer verhalten. Dennoch hat die Staatsanwaltschaft Cottbus den Vater wegen Totschlags angeklagt.
Weshalb er das Kind getötet hat, ist nicht nur einer der zentralen Fragen im Prozess, sondern auch in der neuen Folge des Podcasts „Akte Brandenburg“ von MOZ.de und LR.de. Bevor ihr euch die Folge anhört, eine kurze Warnung: Wenn ihr euch mit den Themen Suizid und Kindstod nicht gut fühlt, dann hört euch die Episode nicht oder zumindest nicht allein an:
Wir gehen in der Folge auch der Frage nach, warum der Mann nicht wegen Mordes angeklagt wurde und wie die Richter die gehörten Beweismittel einordnen, denn am Ende verschlägt es allen Beteiligten des Prozesses mehr als einmal die Sprache.

Die letzte Folge von Akte Brandenburg: Wann haften Aufsichtspersonen?

Wenn ihr die letzte Folge von Akte Brandenburg verpasst habt, schaut doch einmal hier vorbei:
Diese Folge widmet sich einer Klassenfahrt am Werbellinsee im Barnim, bei der ein Kind ertrinkt. Die Episode beleuchtet, inwiefern begleitende Pädagoginnen dafür haften, wenn Schutzbefohlene unter ihrer Aufsicht zu Schaden kommen.

Das ist der True Crime Podcast „Akte Brandenburg“ von MOZ.de und LR.de

Mit „Akte Brandenburg“ haben MOZ.de und LR.de einen neuen Podcast gestartet. In dem True-Crime-Format berichtet das Moderationsteam Heike Reiß und Daniel Roßbach monatlich über echte, spannende und skurrile Kriminalfälle aus Brandenburg. Zu hören gibt es „Akte Brandenburg“ auf MOZ.de, auf LR.de und überall da, wo ihr Podcasts hört. Die nächste Episode ist bereits in Vorbereitung. Abonniert also den Podcast kostenlos und verpasst keine Folge.