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"Wir feiern heute ein Fest der Kunst!" Sichtlich entspannt eröffnete Ministerpräsident Matthias Platzeck am Sonnabend bei bestem Sommerwetter die Schau der Ehrenpreisträger des Brandenburgischen Kunstpreises der Märkischen Oderzeitung, der in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben wurde. Das Jubiläum ist Anlass für die einmalige Ausstellung, in der das Lebenswerk von sechs Künstlern vorgestellt wird.
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150 Werke der Maler Ronald Paris, Bernhard Heisig (1925-2011) und Harald Metzkes, sowie der Bildhauer Sabina Grzimek, Wieland Förster und Werner Stötzer (1931-2010) sind bis Anfang Oktober dort zu sehen. Kuratiert wurde das künstlerische Treffen von Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam Museums und Peter Liebers, Kulturjournalist dieser Zeitung. Zur Eröffnung konnten Ronald Paris, Harald Metzkes und Sabina Grzimek persönlich anwesend sein. Wieland Förster wurde von Ehefrau Angelika und Tochter Eva vertreten. Für die verstobenen Preisträger Werner Stötzer und Bernhard Heisig nahmen deren Witwen Sylvia Hagen und Gudrun Brüne teil.
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"In dieser komprimierten Form ist nun eine Reise durch die jüngere Kunstgeschichte möglich", sagte Platzeck, der selbstkritisch einräumte, dass das Land mit der Abschaffung seines Kunstpreises vor mehr als zehn Jahren ein Defizit zugelassen habe. Die Märkische Oderzeitung habe diese Lücke schnell und kompetent gefüllt und "das war auch gut so". MOZ-Chefredakteur Frank Mangelsdorf sprach über seine Freude angesichts der Entwicklung der Ehrung: "Der Preis lebt, er atmet und er ist größer als je zuvor." Und Mangelsdorf erinnerte an das Versprechen des Protokollchefs der Landesregierung, Oliver Schmidt, dass die Staatskanzlei sich nicht aus dem Kunstpreis zurückziehen werde.
Bevor sich der Ministerpräsident mit seiner Frau Jeanette auf einen ausführlichen Rundgang durch die Schau begab, machte er deutlich, wie sehr das Land mit den Künstlern eins ist, deren Lebenswerk nun in Potsdam zu betrachten und zu vergleichen ist. "Alle sechs haben eine Verbindung zu unserem vielfältigen Land. Ihr Lebenswerk steht stellvertretend für unsere Geschichte, unsere Vergangenheit und Gegenwart."
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In Potsdam konnte Platzeck am Sonnabend auch Ronald Paris persönlich zum diesjährigen Ehrenpreis für sein Gesamtwerk gratulieren. Als der Preis Ende Juni in Neuhardenberg vergeben wurde, musste der Ministerpräsident wegen seiner Erkrankung auf die Teilnahme verzichten. Jetzt nutzten die beiden die Zeit, um sich vor allem über Paris' großes Werke "Triumph des Todes - Triumph des Lebens" zu unterhalten, das der 79-Jährige von 1978 bis 1982 als Wandbild für das Schwedter Theater geschaffen hat.