In Cottbus hat am Donnerstag der Prozess gegen einen Mann wegen Schmuggels von rund 1,2 Tonnen Elfenbein begonnen. Laut Anklage soll der 50-Jährige eine Frau mit der Ausfuhr von etwa 600 Kilogramm Elfenbein von Deutschland nach Vietnam beauftragt haben.
Die Ware soll am Flughafen Berlin-Schönefeld - als Kaminuhren deklariert - zur Ausfuhr angemeldet worden sein. Der Angeklagte äußerte sich nach Angaben des Landgerichts zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre möglich

Der Mann soll geplant haben, das Elfenbein in Vietnam zu verarbeiten und zu verkaufen. Darüber hinaus sollen in von ihm angemieteten Räumlichkeiten etwa 570 Kilogramm Elfenbein sowie Maschinen zur Verarbeitung gelagert worden sein. Im Fall einer Verurteilung droht dem 50-Jährigen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Gegen einen weiteren Angeklagten ist das Verfahren vorläufig eingestellt worden. Der Aufenthaltsort dieses Mannes, zur Tatzeit 20 Jahre alt, ist nach Angaben des Landgerichts derzeit unbekannt. Er soll als Gehilfe Elfenbein mit verarbeitet haben, um einen Weitertransport und Verkauf zu ermöglichen. Der Prozess geht am Freitag mit der Vernehmung von Zeugen weiter.