Das Gericht prüft nun, ob die Gründe, die zur abgesagten Eröffnung im Mai 2012 führten, Schwarz angelastet werden können. Der Ex-Geschäftsführer macht rückwirkend monatlich 27 500 Euro plus Altersvorsorge geltend. Diese Summe könnte bis auf 1,7 Millionen Euro steigen, wenn das Gericht zu der Erkenntnis gelangt, dass Schwarz bis 2016 entlohnt werden muss.
Der Prozess hatte bereits Mitte November am Berliner Landgericht als sogenannter Urkundenprozess begonnen. Der Auftakt drehte sich allerdings allein um die Frage der Zuständigkeit der Berliner Justiz - der Flughafensitz in Schönefeld liegt auf Brandenburger Territorium, und danach hätte das Landgericht Cottbus Verhandlungsort sein müssen. Um weiter in Berlin prozessieren zu können, einigten sich die Beteiligten, den Urkunden- in einen Zivilprozess umzuwandeln. Die Folgen: Während sich ein Urkundenprozess nur an Dokumenten wie Arbeitsverträgen orientiert, werden Kläger und Beklagte im Zivilprozess Zeugen ausfindig machen, die belegen können, ob dem früheren BER-Geschäftsführer die Schuld am Airport-Drama angelastet werden kann und die Einstellung der Gehaltszahlungen tatsächlich gerechtfertigt ist.