Schubert und Bedford-Strohm trafen sich am Freitag gemeinsam mit Liza Pflaum von der Initiative Seebrücke in Potsdam mit Flüchtlingen, die aus Seenot gerettet worden waren, wie die EKD berichtete.
„Es darf kein tatenloses Warten auf eine europäische Lösung geben“, hieß es in einer gemeinsamen Erkärung der Drei an die Adresse der Bundesregierung. „Als Vertreter von Städten, Kommunen, Kirche und Zivilgesellschaft sagen wir auch: Die jetzige Politik bedroht nicht nur das Leben der Flüchtlinge, sie setzt auch unsere Humanität und Würde aufs Spiel.“
Bedford-Strohm klagte, Europa „sei zu einem Codewort für die Absenkung von Menschenrechtsstandards geworden“. „Wir streiten dafür, dass Europa seine eigene Vision von Frieden und Gerechtigkeit wieder ernst nimmt!“, betonte er. Schubert forderte, der Imperativ der Humanität müsse allgemein gültig sein. „30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, was auch eine Zäsur in der europäischen Geschichte war, zeigt Europa das hässliche Gesicht der Abschottung“, sagte Schubert. „Die Würde der Menschen, die in Europa Zuflucht suchen, wird mit Nichtachtung gestraft.“