Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) sind auf Wildschweine spezialisierte Suchhundeteams aus Schleswig-Holstein zur Hilfe in Brandenburg bereit. „Wir wurden aus Brandenburg angefragt, ob wir mit unseren Hunden in den Einsatz gehen würden“, sagte Stefanie Hausser, Hundeausbilderin bei der Segeberger Kreisjägerschaft in Schleswig-Holstein, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Fünf bis sechs Teams - sie bestehen aus einem Hundeführer und einem Hund - haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, nach Brandenburg zu fahren, wenn die Behörden uns dort brauchen.“ Bisher habe es sich um eine grundsätzliche Voranfrage gehandelt. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet.
Für einen Einsatz in Brandenburg wären nach Angaben Haussers noch einige Vorbereitungen notwendig. Das örtliche Suchgebiet müsste eingezäunt werden und danach wäre auch noch eine zweiwöchige Ruhezeit in dem Gebiet notwendig.
Laut Hausser sind in Deutschland ASP-Suchhunde bisher nur in Schleswig-Holstein und im Saarland ausgebildet worden. Die Hunde seien darauf trainiert, verendete Wildschweine aufzuspüren und lebende Schweine anzuzeigen, die eventuell geschossen werden müssen. „Die Hunde spüren nicht das Virus auf“, erläuterte Hausser. Im Kreis Segeberg nördlich von Hamburg sind den Angaben zufolge 14 ASP-Teams ausgebildet.
Seit längerem bestehen bereits Kontakte zwischen Segeberg und Brandenburg. Haussers Team sollte dort ASP-Hunde ausbilden, was sich aber verzögert hat. „Für Oktober war schon vor dem ASP-Fall ein Termin vereinbart und der dürfte sicherlich auch jetzt zustande kommen angesichts der Entwicklung“, sagte Hausser.
In Brandenburg war am Donnerstag der erste Kadaver eines Wildschweines mit dem ASP-Virus bestätigt worden. Es ist der erste Fall in Deutschland.