Auf dem Werksgelände der BASF Schwarzheide GmbH ist bei Bauarbeiten erneut eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Darüber informiert Unternehmenssprecherin Linda Bottin an diesem Freitag, 10. Dezember.
Am Standort seien unverzüglich alle erforderlichen Sicherungsmaßnahmen getroffen worden. „Die zuständigen Behörden sind informiert“, teilt Linda Bottin mit. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) war bereits vor Ort und habe die Lage eingeschätzt.
„Es besteht derzeit keine akute Gefahr“, erklärt die BASF-Sprecherin. Die BASF hofft, dass die Bombe noch im Dezember entschärft werden kann.

Bereits vor einem Jahr eine Bombe bei BASF in Schwarzheide entschärft

Der Krisenstab sei bereits einberufen und stehe in engem Kontakt mit der Stadt Schwarzheide und dem KMBD. Das bestätigt Bürgermeister Christoph Schmidt (parteilos). Aktuell werden Maßnahmen zur Entschärfung geplant.
Nähere Angaben könne die BASF-Sprecherin zum jetzigem Zeitpunkt nicht machen. Die Bombe liege aber glücklicherweise nicht in der Nähe der künftigen Fabrik für Kathoden-Materialien.
Erst im Oktober 2020 war auf dem BASF-Gelände eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe gefunden worden, ebenfalls bei Bauarbeiten. Zwei Wochen später wurde sie unter massiven Sicherheitsvorkehrungen erfolgreich entschärft. 160 Einsatzkräfte sorgten damals an einem Sonntag für einen reibungslosen Ablauf.
Experten gehen davon aus, dass in der Region Schwarzheide noch viele Blindgänger in der Erde liegen. Bei fünf Angriffswellen im letzten Kriegsjahr wurden unzählige Bomben auf Schwarzheide abgeworfen.