Bundesweit stieg das Armutsrisiko nach Angaben der Statistiker von 14,6 Prozent im Jahr 2009 auf 15,9 Prozent im Jahr 2019. Während das Risiko in den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin von 19,5 auf 17,9 Prozent sank, stieg es in den westlichen Ländern von 13,3 auf 15,4 Prozent. Den höchsten Rückgang verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern (3,7 Prozent weniger) - den höchsten Anstieg gab es in Bremen (4,8 Prozent).
Die Schwelle für die Armutsgefährdung lag 2019 bei 1074 Euro bei einem Einpersonenhaushalt, das sind 60 Prozent eines durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Wie sich die Corona-Krise auf das Armutsrisiko auswirkt ist noch unklar.