„Sehr kreativ“, lobte Flughafen-Chef Rainer Schwarz, der sich auch mit der Vermietung der Einzelhandelsflächen zufrieden zeigte. Der BBI werde einer der attraktivsten Einkaufsstandorte in der Hauptstadt, glaubt er. Der Flughafengesellschaft sollen die Läden viel Geld einbringen. Sie plant, künftig die Hälfte der gesamten Umsätze mit Non Aviation, also der Vermietung von Flächen und Serviceangeboten, erzielen zu können. Derzeit sind es nur ein Drittel.
Große Bedeutung erlangt hierbei der 9000 Quadratmeter große Marktplatz im Terminal, den alle Passagiere nach den Sicherheitskontrollen zwangsläufig durchqueren werden. „Der ist wie eine kleine Stadt“, schwärmte Schwarz. Im Marktplatz findet sich ab Juni 2012 eine Mischung aus Edel-Boutiquen, Souvenirläden, Reisebedarf und Restaurants. Ein Viertel der Anbieter verkauft Produkte aus der Region. 1000 Bewerber habe es für die 150 Verkaufsflächen mit 20 000 Quadratmetern gegeben, sagte Bereichsleiter Norbert Minhorst. Mit einem Großteil der Einzelhändler seien die Verträge nun unterzeichnet. Die ausgewählten Gastronomen erhielten bereits im Mai den Zuschlag. Die Mieten bewegen sich laut Minhorst pro Quadratmeter in einem „ordentlichen zweistelligen Bereich“. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen.
Neben Schokolade und Spree-wald-Spezialitäten aus Brandenburg können Reisende auch das berühmte Berliner Ampelmännchen erwerben. Zudem wird Mode von Designern aus der Hauptstadt angeboten. Eine Besonderheit ist der Museumsshop der Preußischen Schlösser und Gärten, die „ein Stück Kultur in die Reiseindustrie hineintragen“, wie es Heinz Buri, Marketingdirektor der Schlösserstiftung, formulierte. Zum Sortiment des Shops zählen Produkte aus der Kunstgießerei Lauchhammer, die Nachbildungen von Schinkel-Kunstwerken produziert. Außerdem macht das Land für sich Werbung: Tourismusverbände können sich in einer Lounge präsentieren.
Der um ein Dreivierteljahr verschobene Eröffnungstermin des BBI habe die Verhandlungen mit den Mietern nicht beeinträchtigt, versichert Schwarz. Wirtschaftliche Nachteile seien nicht entstanden. Die Ladenflächen sollen Anfang 2011 übergeben 
werden.