Mit der Einheit, die mit einem Modem verbunden ist und Daten an eine Cloud im Neuenhagener Sitz des Stromerzeugers liefert, kann die E.dis schnell und umgehend reagieren. Bei Netzabfällen oder Spannungsschwankungen, auch bei Ausfällen, geht sofort eine Meldung an den Meisterbereich, erläutern Prozessdatentechniker Erik Falke und Betriebsingenieur Andreas Buhn.
Dabei soll über die Messtechnik außerdem der Überschuss an sogenannter Grüner Energie aus Solarzellen und Windrädern sinnvoll im Netz genutzt werden. Ob dringend benötigter Baustrom von der Großbaustelle am S-Bahnhof Zepernick nebenan oder Netzplanungen im Umfeld für die Zukunft, der Stromanbieter will sich auf die modernen Anforderungen einstellen. Die Entnahme von Strom an Hausstationen zum Aufladen künftiger Elektrofahrzeuge, so E.dis-Sprecher Horst Jordan, werde massiv zunehmen. "Wir wollen auf alles vorbereitet sein, auch wenn noch unklar ist, wie hoch der Bedarf sein wird", macht Jordan klar.
Schon jetzt werde in der Region ein Viertel mehr an Grüner Energie erzeugt als vor Ort nötig. Ob Oderbruch oder Prignitz – die Energie muss schnell an die Kunden. Mit moderner Messtechnik werde die Stabilität der Netze gesichert, ergänzt Techniker Falke. Allein in Panketal betreibt die E.dis 400 Trafostationen. Diese werden nach und nach mit der Grid-Eye-Zelle versehen.