Bei der dritten Sitzung dieser Art in Potsdam geht es darum, eine Bilanz zum 2017 auslaufenden Managementplan zu ziehen. Außerdem soll überlegt werden, was künftig im Umgang mit den bislang streng geschützten Tieren anders gemacht werden müsse. Genau das komme aber nach der jetzigen Planung der Veranstaltung in Potsdam zu kurz, erklärte Jung.
Am 14. Dezember ab 10 Uhr sind laut Tagesordnung zunächst Berichte über die Wolfsbestände, die Schadensentwicklung sowie erfolgte Präventionsmaßnahmen vorgesehen. Dann soll ein Wolfsberatungszentrum aus Sachsen seine Arbeit vorstellen. Im Anschluss an die Mittagspause sind dann Berichte diverser Arbeitsgruppen etwa zum Thema "Wolf und Wild" sowie Ausführungen etlicher beteiligter Verbände geplant, ehe es unter Punkt acht schließlich heißt: "Evaluierung und Fortschreibung des Wolfsmanagementplans". Jung fordert nun, das als Punkt zwei gleich am Anfang zu behandeln.
Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hatte angesichts von 180 durch Wölfe getöteten Nutztieren in diesem Jahr Handlungsbedarf eingeräumt. Er strebe "eine zügige Überarbeitung des ,Instrumentenkastens' für das Brandenburger Wolfsmanagement" an, hatte der Minister Mitte November erklärt.
Der Bauernbund als Vertreter der kleinen Agrarbetriebe im Land hatte zur gleichen Zeit mit einer Abschussforderung für Aufsehen gesorgt. Sogenannte Problemwölfe, die ihre natürliche Scheu vor den Menschen verloren haben, sollen demnach erlegt werden dürfen, wenn sie sich Weiden oder Häusern auf weniger als 1000 Meter nähern.