Um pandemiebedingte Lernlücken bei Studierenden zu schließen und sie wegen ausgefallener Mini-Jobs auch finanziell zu unterstützen, stellt das Wissenschaftsministerium nach eigenen Angaben bis zu eine Million Euro bereit. Durch den vollständig veränderten Hochschulalltag in den vergangenen drei Semestern und Lernleistung am heimischen Bildschirm seien Lernrückstände entstanden, erklärte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD). Gleichzeitig seien mit dem Wegbrechen von Mini-Jobs in der Pandemie finanzielle Unsicherheiten entstanden. „Wir investieren zusätzliches Geld, um Lernlücken zu schließen und schaffen damit gleichzeitig weitere Studierenden-Jobs“, sagte Schüle. Ergänzende Lern-Angebote milderten Belastungen ab und ermöglichten individuelle Förderung.

Überstützung bis Ende September 2022

Die Unterstützung soll über zwei Semester laufen, längstens bis 30. September 2022. Gefördert werden Angebote der staatlichen Hochschulen im Land Brandenburg, in denen Studierende anderen Studierenden helfen, coronabedingte Lernrückstände abzubauen. Denkbar seien unter anderem Tutorien, Buddy-Programme, Beratungsangebote.
Vor allem im Bereich der praktischen Studienleistungen gebe es Lücken, die nun schnell geschlossen werden sollten, sagte Eva Schmitt-Rodermund, Präsidentin der Fachhochschule Potsdam und Vorsitzende der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz(BLRK) ein.
„Die Studierenden, gerade die Neuen, waren die stillen Leidtragenden in der Pandemie“, sagte die Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und stellvertretende Vorsitzende der BLRK, Susanne Stürmer. Neben dem Schließen von Wissenslücken gehe es um das rasche Ankommen an der Hochschule und um Vermittlung dessen, was Hochschule auch ausmache - Gemeinschaft und soziale Kompetenz.