In Brandenburg sind mittlerweile 91 Fälle der Afrikanischen Schweinepest amtlich bestätigt. Das Friedrich-Loeffler-Institut meldete nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums am Freitag, dass sich bei fünf weiteren toten Wildschweinen der Verdacht bestätigt habe. Demnach stammen drei Tiere aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree und zwei aus dem zweiten Kerngebiet im Landkreis Märkisch-Oderland. Das Loeffler-Institut ist das nationale Referenzlabor für die Seuche.
Damit wurden im Landkreis Spree-Neiße 13, im Kreis Oder-Spree 72 und im Landkreis Märkisch-Oderland sechs Wildschweinkadaver gefunden, die positiv auf ASP getestet wurden. Der erste Ausbruch der Seuche beim Schwarzwild im Land wurde am 10. September 2020 amtlich festgestellt. Nach neuesten Erkenntnissen sind bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendet.
Die Seuche wird leicht über Körperflüssigkeiten von Wildschwein zu Wildschwein oder indirekt über kontaminierte Gegenstände (Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge) und Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Bei Wild- und Hausschweinen führt sie meist zum Tod. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von Fällen.